Jump once - 70 x 100 cm -                           Jump twice - 70 x 100 cm -

   Acryl auf Leinwand mit leichter Spachteltechnik - Alurahmen 

     Vollzeitprinzessin - 95 x 135 cm -                   Lebensfreude - 110 x 110 cm -

     Acryl auf Leinwand - gerahmt                        Acryl auf Leinwand - gerahmt

        Zeit der Flügel - 130 x 905 cm - Acryl auf Leinwand - gerahmt

Zentrales Bildelement sind zwei Frauen, die ganz offensichtlich in einer besonderen, sinnlichen, fast mystischen Beziehung zueinander stehen.

 

Schon in der Renaissance wurden religiöse wie mythologische Themen mit Aktdarstellungen

verwirklicht, einem Ausdrucksmittel, um Gefühle und Gedanken von Menschen bildlich darzustellen.

Der Hintergrund des Bildes stellt das Leben in all seinen wunderbaren Farben expressionistisch dar.

Wir erkennen die Elemente Erde und Wasser, Grundlage allen Lebens. Die Entwicklung aller Kulturen

ist durch Auseinandersetzungen mit dem Thema Wasser tief geprägt worden. Hartmut Böhme

bezeichnet in „Kulturgeschichte des Wassers“ Wasser als bestimmendes Element für die weit

gespannten Dimensionen des Menschen wie Geschichte, Kultur, Ökologie aber auch Körper und Seele.

 

Die Erde auf der anderen Seite steht symbolisch für den Anfang und das Ende. Die liturgische Formel

„Aus der Erde sind wir genommen, zur Erde sollen wir wieder werden“ beschreibt den Kreislauf des

Lebens und wird allgemein in der christlichen Gemeinschaft in Abschiedsreden verwendet.

In diesem Bild geht es um den Kreislauf des Lebens, in diesem Fall insbesondere um die Beziehung

von Mutter und Tochter. Ist der erste Lebensabschnitt eines Kindes wohlbehütet von der Mutter, die

engelsgleich über die Pfade ihres Kindes wacht, so ist der zweite das Loslassen in die große weite

Welt, auf diesem Bild der Eingang in das paradiesisch wirkende Tor in der rechten Bildmitte.

Das Bild vermittelt auf den ersten Blick Vertrauen und Nähe der beiden Frauen. Die Darstellung der

beiden Körper jedoch wird -die lebensnahe farbliche Bildmitte verlassend- zunehmend

kontraststärker sowie farb- und körperloser. Damit wird verstärkt auf den besonderen Prozess

hingewiesen, den dieses Bild darstellen will.

 

Die Mutter besitzt bläulich angedeutete Flügel, mit der sie ihre Tochter beschützt und auf ihrem

Lebensweg begleitet hat. Die Mutter ist dabei, ihre Flügel zu übertragen und damit ihre Tochter auf

deren Weg in die große weite Welt vorzubereiten. Es ist gerade dieser große emotionale Moment

 

des Loslassens, der die grundlegende Stimmung dieses Werkes ausmacht.